Windel gerissen – was soll ich tun?

Was soll ich machen, wenn die Windel gerissen ist? Nun, die Antwort ist recht einfach. Eine gerissene Windel kann man halt nicht mehr verwenden, also einfach eine neue nehmen. Und was ist, wenn die auch reißt? Unwahrscheinlich? Mir ist es passiert, innerhalb von zwei Tagen ist nicht nur eine Windel gerissen, sondern gleich zehn bis fünfzehn. Sicherlich, das treibt mich nicht in den finanziellen Ruin, aber geärgert hat es mich doch. Denn immerhin verspricht der Markenhersteller, dass seine Windeln unglaublich stabil sind. Warum kann dann die Windel gerissen bzw. das Bündchen so einfach ausgerissen werden? Ich habe den Hersteller gefragt.

Eine wirkliche Antwort habe ich nicht bekommen, warum die Windel gerissen ist. Aber ich habe Ersatz bekommen und einen tiefen Einblick in die Windel-Herstellung bekommen. So zum Beispiel, dass Windeln auch Seriennummern bzw. Chargennummern haben. Mir ist es vor dem „Windel gerissen Debakel“ noch nie aufgefallen, aber schaut mal genau auf das Bündchen einer Pampers. Dort steht eine kleine, feine Nummer eingeschrieben, anhand derer die Hersteller die Charge einer Windel, gerissen oder nicht, herausfinden können.

In meinem Fall hat mir der Hersteller einen Freiumschlag zugeschickt mit der Bitte, eine der Windeln zur Analyse zuzuschicken. Das habe ich brav gemacht – und erst einmal nie wieder etwas gehört. Doch immerhin wurden mir für die defekten Windeln Geld auf mein Konto überwiesen. Warum die Windel gerissen ist, und das mehrfach, werde ich wohl nie erfahren. Aber es lohnt sich – wenn man die Zeit dafür hat – mal beim Hersteller nachzufragen. Denn zu Verschenken hat bekanntlich ja niemand etwas. Und außerdem kann man sich ein Grinsen manchmal kaum verkneifen, wenn sich erwachsene Menschen am Telefon tatsächlich in wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit über kaputte Windeln unterhalten. Genauso, wie ich mir nie habe träumen lassen, einmal über Windeln zu schreiben, ob die Windel gerissen ist oder nicht.

Wir sind inzwischen umgestiegen und nutzen tagsüber eine preisgünstige Windel, weniger wegen des Preises als vielmehr, weil sie besser sitzt und weit weniger dick aufträgt. Nachts setzen wir nach wie vor auf den Markenhersteller, von dem seit damals keine neue Windel gerissen ist. Und das Thema wird uns ja ohnehin nicht mehr so lange beschäftigen.

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