Eigenbau Wickeltisch – Do it yourself für Ambitionierte

Vorab: Dieser Eigenbau Wickeltisch ist nicht wirklich etwas für das schnelle Heimwerkern zwischendurch. Dazu sind die Teile zu aufwendig, es sind zu viele, und letztlich ist das ganze auch keine preisgünstige Angelegenheit. Wie so häufig sind gekaufte Lösungen in Discount-Möbelhäusern günstiger, das gilt auf für Wickeltische. Es waren ganz praktische Überlegungen, die mich vom Kauf abgehalten und zum Eigenbau eines Wickeltischs animiert haben. 

Zuerst einmal wollte ich einen Eigenbau Wickeltisch haben, den man später für etwas anderes benutzen kann. Im Idealfall sollten die Komponenten weiterhin Spielzimmer-kompatibel sein. Meine Idee: Ich baue 12 Boxen in zwei Lagen mit jeweils 2×3 Kisten zu einer Gesamtbox zusammen. Das Ganze stelle ich auf ein Tableau mit Füßen, außerdem eine „Abschlussplatte“ obenauf. Der Eigenbau Wickeltisch besteht also letztlich aus einem Tableau, darauf liegen sechs große Kisten, angeordnet  2 x 3, darauf noch einmal sechs Kisten, und abschließend eine Platte, auf die dann die Wickelunterlagen gelegt werden kann.

Gesagt – und getan. Die Kisten habe ich als Würfel gebaut, das Material ist 19mm MDF. Der Innenraum der Würfel ist genau so groß, dass das IKEA Expedit (Neuerdings Kallax) Interieur passt – damit lassen sich die preiswerten Kisten etc. verwenden. Jede Kiste hat oben ein kleines Loch, unten ein größeres. In das kleine Loch wird eine Schaube versenkt, der Kopf ragt dann oben aus der Kiste heraus. Die darüberliegende Kiste wird mit ihrem großen Loch genau auf diese Schraube gelegt und kann dadurch nicht mehr verrutschen. Die Boden- und Deckenplatte des Wickeltischs werden genauso behandelt.

Durch die Würfelform der Kisten lassen die sich in jede Richtung positionieren, so dass die Öffung seitlich oder nach vorne zeigen kann. Sogar ins „Innere“ kann die Öffnung zeigen, um beispielsweise alte Babysachen unterzubringen. Zugegeben, dazu muss der Wickeltisch zerlegt werden, besonders praktikabel ist es nicht, aber immer möglich.

Die Kisten sind jeweils mit Nut und Feder verklebt, gespachelt und geschliffen, danach grundiert und lackiert. Der gesamte Bau hat tagelang gedauert, was auch den vielen Arbeitsschritten mit jeweiligen Trockenphasen geschuldet ist. Die Abschlussplatte habe ich wenige Zentimeter größer gemacht, damit sie ein wenig übersteht, sollten Flüssigkeiten den Wickeltisch langlaufen. Damit läuft nicht direkt alles in die Kisten des Wickeltischs rein.

Sobald der Kleine aus dem Windelalter raus ist, können die Kisten entweder anders zu einem Regal arrangiert werden, oder aber die Kisten werden als Sitzmöbel und Spielzeugboxen genutzt. Sollte nochmal Nachwuchs anstehen, können die Kisten wieder als Wickeltisch herhalten. Die Platten lassen wir solange hinter dem Schrank verschwinden. Doch Vorsicht bitte beim Nachbau. Sollten die Kisten gestapelt werden, so ist eine Sicherung an der Wand unerlässlich! Ansonsten besteht Kipp-Gefahr, wenn die Kinder am Regal klettern.

 

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