Kekse backen mit Kindern – Ein Riesenspaß!

Ich habe es gewagt: Kekse backen mit Kindern! Vorab, es war eine Menge Arbeit, irgendwie auch eine Menge Anstrengung, aber vor allem war es ein Riesenspaß für alle Beteiligten, sowohl Kinder als auch mich. Zwar ist es nicht so gewöhnlich, Kekse zu Ostern zu backen, aber für zweijährige Kinder spielt der Anlass vermutlich noch nicht die große Rolle. Also hinein ins Vergnügen, egal zu welcher Jahreszeit. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mehr aus Zufall als aus Vorahnung das „Kekse backen mit Kindern“ gut vorbereitet hatte und das ganze daher zum Vergnügen wurde. Die Tips möchte ich hier gerne weitergeben. 

Kekse backen mit Kindern ist Arbeit!

Das sollte jedem bewusst sein: Das eigene Vergnügen am Backen bleibt beim Kekse backen mit Kindern ein wenig auf der Strecke. Stimmt natürlich nicht, aber es nährt sich nicht aus dem Backen, sondern aus dem unmittelbaren Vergnügen der Kinder. Wer also erwartet, eine Back-Session mit effizientem Keks-Back-Durchlauf zu machen, der sollte die Kinder lieber zum Spielen schicken. Denn die meiste Energie geht in die Vermeidung von unerwünschten Ergebnissen. Teig im Gesicht, Teig auf dem Boden oder Teig in der ganzen Küche sollten nicht zum eigenen Ärgernis führen, sondern einfach mit einkalkuliert werden. Sauberkeit ist erst wieder nach dem Backen möglich. Passt nicht in Küchenkonzept? Dann Finger weg vom Backen mit Kindern. So wird das garantiert nur im Ärger enden.

Vorbereitung spart Zeit!

Ja, Vorbereitung spart Zeit, doch warum sollte man beim Kekse backen mit Kindern darauf aus sein, Zeit zu sparen? Man möchte die Kleinen doch eigentlich beschäftigen. Die Antwort ist trivial: Weil auch beim Backen Kindern schnell langweilig wird. Wenn sie zuschauen sollen, wie die Knethaken zehn Minuten durch den Teig pflügen, dann ist das einfach nur langweilig und verdirbt schnell die Lust am Backen. Und auch wenn die Kekse im Ofen sind, wird kaum ein Kind die zwölf Minuten Backzeit ruhig sitzen und der ersten Bräunung der Kekse entgegenfiebern. Das gilt unabhängig vom Alter, bei zweijährigen aber mit Sicherheit besonders. Daher gilt: Vorbereiten, was vorzubereiten ist. Ich hatte bereits den Teig fertig gemacht, das Backblech mit Backpapier ausgelegt und bereitgestellt, den Ofen angeheizt, die Sitzplätze der Kinder vorbereitet und den Tisch präpariert, so dass wir eigentlich direkt loslegen konnten mit den Ausstechen der Plätzchen.

Vormachen, Nachmachen lassen und Loben!

Kinder lernen durch Nachmachen, das ist nun wirklich nichts neues. Und natürlich gilt das auch beim Backen. Woher soll ein Kind wissen, wie es Kekse aussticht? Also Teig ausrollen, die Form auflegen und die Hand des Kinds führen. Wenn dann der erste Keks ausgestochen ist, dann loben, loben, loben! Und schon kann das Kind nicht erwarten, den zweiten Keks auszustechen. Wer mit einer genervten Grundeinstellung ans Kekse backen mit Kindern herangeht, kann diese Begeisterung mit Sicherheit nicht herüberbringen und sollte es gleich sein lassen.

Meine Erfahrung zeigt, dass Kinder mit zwei Jahren nicht in der Lage sind, die Form konsequent in den Teig zu drücken. Die Kinderhände müssen dazu geführt werden. Ich habe Backstecher aus Kunststoff genommen, die oben einen breiten Rand haben. Sonst läuft man Gefahr, dass das gemeinsame Ausstechen an den Kinderhänden durch den Druck unangenehm ist. Außerdem hat sich gezeigt, dass es gar nicht um die Vielzahl der Figuren ging, sondern vielmehr um das Erfolgserlebnis bei jedem einzelnen Keks.

Durch die Vorbereitung ist das Backblech relativ schnell voll. Gut, wenn man ein zweites Blech bereitstehen hat. Wenn nicht, dann am besten die Plätzchen auf Backpapier vorbereiten und das ganze Backpapier auf das Blech schieben. So kann man direkt weiter ausstechen, auch wenn das erste Blech gerade in den Ofen wandert. Denn muss man warten, bis die ersten Kekse fertig gebacken sind, hat sich die Begeisterung der Kinder gelegt und ist einem anderen Interesse gewichen, meist abseits vom Backen. Bereitet man die Bleche auf Backpapier vor, kann man den gesamten Teig ausstechen und nacheinander backen.

Perfektionismus ist Fehl am Platz

Zweijährige werden keine perfekten Backergebnisse abliefern. Ist es also wichtig, perfekte Plätzchen zu haben, um sie dem Chef in den Osterkorb zu legen, dann ist das Kekse backen mit Kindern vielleicht nicht die perfekte Zeit, um die fertig zu stellen. Außerdem kann es passieren, dass ein Kind auch mal beherzt über den Teig nießt oder die Hand ableckt und dann in den Teig steckt. So ist das halt. Man muss sich immer vor Augen halten, dass die Temperatur im Backofen alle Keime abtöten wird. Vollkommen fehl am Platz ist da Schimpfen oder Meckern.

Ergebnis präsentieren

Natürlich, kommen die ersten Kekse aus dem Backofen, dann muss das Ergebnis präsentiert und direkt verzehrt werden! Schließlich muss man ja kosten, auch mehr als einmal. Realistisch wandert pro Kind ein viertel Backblech mit Keksen in die Direktverzehrung. Aber Vorsicht bitte, abkühlen lassen! Die Kekse können außen abgekühlt, innen aber immer noch unheimlich heiß sein. Bitte immer vorkosten!

Der Rest der Kekse wird dann jedem Anwesenden gezeigt, der bitte in unmittelbare Lobeshymnen für die Kekse ausbricht, die natürlich besonders aufgrund des perfekten Ausstechens so hervorragend schmecken. Ich habe selten so leuchtende Augen bei den Kindern gesehen wie zu diesem Augenblick. Wir haben die Kekse dann am Abend in Tütchen gepackt und teilweise verschenkt. Und immer war das Leuchten der Augen wieder da.

Insgesamt hat die Backaktion mit Vor- und Nachbereitung zwei gute Stunden gedauert, alleine das Putzen des Küchenbodens war so zeitintensiv wie selten. Die Kinder haben selbst nur etwa 30 Minuten am Tisch gesessen und ausgestochen, gegessen und Quatsch gemacht. Lohnt sich das Kekse backen mit Kindern da überhaupt? Fpr mich hat sich die Frage nicht gestellt, ich würde sie aber mit einem fetten „Ja“ beantworten.

Das Rezept

Schnell noch das Teigrezept:

500g Mehl, 250g Butter, 2 Eier (Größe L), 200g Zucker, eine Packung Vanillezucker, eine halbe Packung Packbulver

erst mit den Knethaken vermengen, dann per Hand drücken, kneten, falzen. Fertig. Schneller geht es kaum. So richtig viel Teig ist das nicht, aber erstens kann man natürlich die doppelte Menge vorbereiten, zum zweiten reicht es, um das Kekse backen mit Kindern zu einem Event werden zu lassen. Für mehr haben die ganz Kleinen ohnehin keine Geduld.

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