Alive and live again / DSGVO

Zurück unter den Lebenden: Nach fast einem Jahr kompletten Stillstand und Offline-Dasein ist papa-papa.de zurück auf der Bühne des World Wide Webs. Warum hat das so lange gedauert und warum war es überhaupt offline? Ich hatte wenig Zeit und schlicht keine Lust, mir eine Abmahnung einzufangen, weil ich die Vorgaben der DSGVO nicht umgesetzt hätte. Daher hatte ich mich entschieden, alles offline zu nehmen, erst einmal abzuwarten und später in Ruhe rechtskonform wieder online zu schalten. Das ist jetzt geschehen. Und sonst so?

Das ist technisch alles geschehen

Es ist technisch eine Menge geschehen, auch wenn das auf der Seite unmittelbar gar nicht oder nur schwierig sichtbar ist. Die DSGVO hat hier eine Menge implizite Vorgaben gemacht, die eventuell auch vorher schon in diversen anderen Gesetzen existierten, aber weniger Beachtung gefunden hatten. So werden keinerlei statistische Daten mehr über papa-papa.de gesammelt. Wozu auch? Ob die Domain aufgerufen wird oder nicht, ist ja eher eine Frage der Qualität der Artikel, und ehrlicherweise hat es für mich keine wirkliche Relevanz. Mein Ego muss damit zurechtkommen, nicht immer gestreichelt zu werden.

Außerdem habe ich alle Fremdkomponenten rausgeschmissen. Google Analytics und Adsense sind zurzeit nicht eingebunden, letzteres werde ich in anonymisierter Form vielleicht mal wieder aktivieren, wenn es die Rechtslage einwandfrei zulässt. Alle Plugins, die nach Hause telefonieren, sind ebenfalls deaktiviert, Spam-Überprüfung mache ich direkt auf dem eigenen Server.

IP-Adressen werden nur noch bei Kommentaren gespeichert, und dann auch nur noch für sieben Tage, danach komplett rausgeschmissen. Dabei geht es nur noch darum, strafrechtliche Aktionen verfolgen zu können. Gravatar ist ebenfalls abgeschaltet, und Emojies muss ich mir in Zukunft sparen oder selbst malen, das sollte ich hinbekommen. Die Datenschutzerklärung habe ich generieren lassen und eingebunden, das Impressum ebenso. Ein kurzes, aber vollständiges Verarbeitungsverzeichnis liegt in der Schublade. Die Buttons zum Social-Media-Teilen telefonieren nicht nach Hause und werden erst nach Klick aktiv. Und das alles ist noch längst nicht alles, was auf- und ausgeräumt werden musste.

Nun kann der Blog wieder online gehen, was er heute mit diesem Artikel tut. Ich freue mich, endlich wieder schreiben zu können.

Was geschah in nicht-technischer Hinsicht?

Nun, das ist sehr einfach, wir sind erneut Eltern geworden. Neben Sohnemann bevölkert nun auch Töchterchen unsere Wohnung. Und umgezogen sind wir auch, haben ein Zimmer mehr, durch die Kleine aber gefühlt weniger Platz. Es würde jetzt den Rahmen sprengen, das ganze Jahr hier Revue passieren zu lassen, und genaugenommen ist das auch gar nicht Anliegen dieses Blogs, unser Familienleben breit zu treten.

Wie geht es nun weiter?

Genau, wie es aufgehört hat. Ich werde wieder über die Ereignisse schreiben, die als Vater geschehen, als „normaler“ Vater. Denn eigentlich stellen wir den Prototypen der städtischen Familie dar. Das gerade ich als Vater doch immer noch vor so viele Vorurteile laufe, mit seltsamen Geschlechterrollen zu kämpfen habe, das irritiert mich nach wie vor, und bisweilen ärgert es mich auch.

Ich freue mich, diesen Gedanken nun endlich wieder Luft machen zu können und freue mich auf Kommentare von Euch. Zwar mehr anonymisiert als bisher, aber dafür im Sinne eines datenschutzkonformen Europas. Alaaf!

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