Kitaplatz in Köln – Sechs Richtige im Lotto!

Kitaplatz in Köln - naher Spielplatz

Wahnsinn! Wir haben einen Kitaplatz in Köln bekommen. Nach nunmehr knapp zwei Jahren Wartezeit bekommen wir einen echten Kitaplatz, fünf Tage die Woche, Vollzeit, und das in einer wirklich schönen städtischen Kindertagesstätte. Das Schreiben der Stadt dazu kam uns ein wenig vor wie ein Sechser im Lotto, gefühlt ist ein Kitaplatz in Köln noch schwerer zu verlangen. Außerdem spielen wir kein Lotto.

„Sie haben einen Kitaplatz in Köln“ – Kurios

Den Antrag auf einen Kitaplatz in Köln hatten wir bereits mit der Geburt unseres Sohnes gestellt. Das war Anfang 2014. Seitdem hatten wir einmalig, im Frühjahr 2015, von der Stadt Köln eine Ablehnung bekommen, mangels Kapazitäten. Das jetzige Schreiben ist in bester Beamten-Manier verfasst und lässt keinen Zweifel daran, wie gnädig die Kita-Platzvergabe doch ist. Da freut man sich, fühlt sich von seiner Stadt so richtig verstanden. Ein wenig lachen musste ich, als ich mir die Kopfzeile des Briefs ansah: Dort wird Bezug genommen auf „Ihr Schreiben vom XX.XX.2014“, direkt daneben das aktuelle Datum: XX.XX.2016. Gute zwei Jahre Unterschied, Respekt. Plakativer kann man Untätigkeit kaum darstellen.

Klage oder nicht Klage?

Leider, und ich empfinde es nach wie vor als Skandal, können nach Auffassung des Oberlandesgerichts Dresden Eltern den Verdienstausfall wegen mangelnder Kitaplätze nicht gegen die Stadt einklagen. Wohl aber sind Klagen wegen eines erhöhten Betreuungsaufwands in der Vergangenheit zugelassen und bestätigt worden. Jetzt, da wir einen Kitaplatz in Köln sicher haben, stellt sich die Frage, inwiefern und inwieweit wir die zurückliegende Vier-Tages-Betreuung von Privat und den erheblichen Mehraufwand für den fünften Tag – immerhin über eineinhalb Jahre – von der Stadt zurück verlangen. Die Chancen auf Erfolg stehen nicht schlecht, die Chancen, damit Stress zu haben, allerdings auch nicht. Denn natürlich sind wir froh, endlich in ein geregeltes Fahrwasser zu kommen. Über eineinhalb Jahre Termin-Jonglieren sind wirklich anstrengend, und nun, da ein Kitaplatz in Köln sicher ist, freuen wir uns auf die Ruhe, die einkehren kann.

Fragt man Anwälte, dann ist die Antwort eindeutig: Klagt, der Teil-Erfolg ist relativ klar. Fragt man jeden anderen Berufsstand, ist die Antwort eher zurückhaltend. Gerichte sind eben immer noch nicht der Lieblingsplatz der meisten Bürger, und das ist gut so.

Ständiger Wechsel

Bei all diesen Verwaltungsakten vergisst man sträflich schnell, um wen es eigentlich geht. Unser Sohnemann muss den Kitaplatz in Köln schließlich antreten, nicht wir. Wie wird er diesen Wechsel verkraften? Von der Tagesmutter mit vier Spielgefährten geht es Ende Juli in den Urlaub, drei Wochen. Dann kommen wieder knappe zwei Wochen Tagesmutter, Anfang September dann der erste Kitatag. Ein krasses Wechselspiel – und bei aller Gutmütigkeit ein strammes Programm für eine kleine Kinderseele. Hinter diesem Aspekt verblasst aller Ärger über den mangelnden Einsatz der Stadt Köln, den zahnlosen Rechtanspruch, die viele Zeit und natürlich auch den finanziellen Aspekt. Denn kein Kitaplatz in Köln ist es wert, dass sich ein Kind unwohl fühlt.

Wir haben unsere zukünftige Kita bereits besucht, der Eindruck ist richtig gut. Nettes Personal, nette Umgebung, offene Räume, viel Platz und ein großer Außenbereich lassen den Kindern Entfaltungsmöglichkeiten offen. Das ist nicht selbstverständlich, mindestens eine namentlich nicht genannte andere Kita hätten wir abgelehnt, Sechser im Lotto hin oder her. Doch zu dem Glück über den Kitaplatz in Köln mischt sich auch das Glück über die tolle Einrichtung.

Vielleicht sollten wir doch einen Lottoschein ausfüllen. Es scheint ein Lauf zu sein, jetzt gerade!

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